Steuerung für Aufzüge

Die Komplexität von Liftsteuerungen wird stark unterschätzt, da die meisten Menschen der Meinung sind, ein Aufzug fährt ja bloss auf- und abwärts. Dies trifft heute überhaupt nicht mehr zu.

Personenlift Folgende Funktionen zählen heute zum Leistungsumfang einer Standardsteuerung:

  • Seil- und Hydraulik-Aufzug (konfigurierbar)
  • Schachtkopierung mittels Inkremental- und Absolutwertgeber
  • Sammel-, Druckknopf-, Taxisteuerung (konfigurierbar)
  • Diverse Zeiten und Funktionen für Türen einstellbar
  • Drehflügeltüren mit und ohne Innentüren
  • Frühöffnende Türen und Nachstellen durch Türkreisüberbrückung
  • Leerlast, Volllast, Überlast
  • Brandfallfunktion, Gästesteuerung, Parkfahrt, Fernausschaltung
  • Servicebetrieb
  • Konfiguration und Diagnose über Windows-Tool und Handterminal

Die softwaremässig grösste Herausforderung besteht darin, dass die verschiedenen Betriebsarten jederzeit von einer höher priorisierten Betriebsart unterbrochen werden können. Das bedeutet, dass die neu gestartete Betriebsart auch mit einer fahrenden Kabine umgehen können muss.

Die Liftsteuerung ist nur eine Komponente eines Aufzugs. Folgende Aufzugskomponenten gehören ebenfalls zu einem Liftsystem und sind in der Regel über ein Bussystem miteinander verbunden:

  • Kabinentableau
  • Kabinenanzeige
  • Etagentableaus, Etagenanzeigen optional
  • Frequenzumrichter (Ansteuerung Hauptantrieb)
  • Positionsermittlung (Drehgeber)
  • Türsteuerung
  • Notrufsystem
  • Diverse Sensoren (Türzone, Lastmessung, Temperatursensor, usw.)

Die Liftsteuerung kommuniziert mit den Komponenten über die verschiedenen Busse (in diesem Fall CAN-Bus). Die Sensoren werden ausgewertet und die Aktoren entsprechend dem Systemstatus angesteuert. Hohe Softwarequalität ist unumgänglich, denn Softwarefehler können in einem Aufzug fatale Folgen haben.